"Das Erbe der Menschheit"
Die Meere, ihr Boden und ihr Untergrund werden genutzt und benutzt. Sie sind Umwelt- und Wirtschaftsfaktoren und beherbergen Ressourcen von unschätzbarem Wert und globaler Bedeutung – in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft.
Etwa 71 Prozent der Erdoberfläche sind vom Meer bedeckt. Gegenwärtig befahren fast 50.000 Handelsschiffe mit mehr als 762 Millionen Tonnen Ladefähigkeit die Meere und befördern dabei mit mehr als fünf Milliarden Tonnen an Gütern rund 90 Prozent des Welthandels. Weltweit werden durchschnittlich 16 Prozent des tierischen Eiweißes durch den Verzehr von Fisch aufgenommen. 30.000 Fischer erbeuten jährlich rund 120 Millionen Tonnen an Meerestieren.
Bedeutende Faktoren
Schon heute wird ein Viertel des gesamten Erdöl- und Erdgasbedarfes der Erde durch die Ausbeutung von Lagerstätten im Meeresboden gedeckt. Im Meeresboden stecken zudem weitere noch nicht erschlossene oder noch nicht hinreichend erkundete Lagerstätten von Öl und Gas, Gashydraten und Erzen.
Die Meere beherbergen eine größere Vielzahl biologischer Arten als alle terrestrischen Systeme und liefern mehr als die Hälfte aller ökologischen Güter und Leistungen unseres Planeten. Sie speichern 90 Prozent des globalen Kohlenstoffes und wandeln über das Phytoplankton ein Drittel des jährlich neu emittierten Kohlendioxids aus der Atmosphäre in Sauerstoff und einfache Zucker um. Diese können dann von den Meerestieren aufgenommen werden.
Der Umgang mit diesem sensiblen Ökosystem beeinflusst nicht nur die Zukunft etwa der Fischerei, sondern das gesamte Leben auf der Erde.